Alles LaTeX
Bereits 1977 entwickelte Donald Knuth an der Stanford Universität das Textsystem TeX, das die Erstellung von „Büchern mit schönem Layout“, insbesondere mathematischen ermöglichen sollte. Zu einer rasanten Verbreitung, vor allem im akademischen Bereich, trugen nicht zuletzt die Tatsachen bei, dass TeX rechnerunabhängig konzipiert und damit sowohl auf Mikrocomputern, als auch auf Mainframes benutzbar wurde, und dass es als Public Domain Software auf der ganzen Welt frei benutzbar war.
1984 folgte dann LaTeX, das für viele Plattformen frei erhältlich ist und insbesondere Layout-Vorlagen bietet, die professionelles Layout für verschiedenste Aufgaben ermöglichen. Damit können schön layoutierte Seiten schnell erstellt werden. Aber anders als bei herkömmlichen Textverarbeitungsprogrammen, bei denen man das endgültige Layout beim Schreiben direkt vor Augen hat (WYSIWYG), schreibt man bei LaTeX einen Code, der erst von einem Interpreter in das Endergebnis übersetzt werden muss. Erst dann bekommt man sein Werk zu sehen.
Vor allem wegen dem einfachen Setzen von mathematischen Formeln hat es sich im technisch-mathematischen Bereich durchgesetzt. Die Befehle sind meist intuitiv und daher lassen sich auch komplizierte mathematische Ausdrücke mit der Kenntnis der mathematischen Bezeichnungen schnell erstellen. Auch an unserer Fakultät sind viele Skripten und Bücher in LaTeX gesetzt worden, das Schriftbild sollte Euch daher bekannt sein.
Da uns die Kenntnis von LaTeX im Studium wichtig erscheint, haben wir die Aktion Alles LaTeX ins Leben gerufen, um Euch den Einstieg in die Welt von LaTeX zu erleichtern und näher zu bringen.
Unten findet Ihr eine Linksammlung, die einige bewährte Tutorials und Programme zum Arbeiten mit LaTeX auflistet:
- Tutorials für LaTeX-Anfänger
die Installationsdokumentationen findet Ihr auf den einzelnen Homepages.
LaTeX-Implementierung für Linux:
Zuerst benötigt man auch unter Linux eine TeX Distribution, mit allen möglichen Packages. Eine bekannte ist: teTeX.
So nachdem man das grundlegende System hat will man seine LaTeX Dokumente natürlich auch möglichst komfortabel erstellen. Linux bietet mehrere Editoren, die dafür verwendet werden können:
LyX, eine Art WYSIWYG Editor für LaTeX, der auch für Windows erhältlich ist.
Kile, der von der Bedienung her dem Windows Programm WinEdt ähnelt.
Und auch für die Emacs Gemeinde gibts natürlich einen Emacs Mode für LaTeX.
Weiters gibts es auch noch einige nützliche Tools für TeX. Zum Beispiel gbib, mit dem man das BibTeX File zum Erstellen und Verwalten der Quellen grafisch editieren kann.
Als Rechtschreibprüfungen bieten sich noch aspell oder ispell an, wobei ispell allerdings unter einer speziellen Lizenz steht.
Zusätzlich zu den standardmäßig installierten packages des LaTeX Interpreters gibt es viele Pakete, die für das Setzen von speziellen Anforderungen bereits erstellt worden sind. Sie können von sogenannten package repositories frei heruntergeladen werden. Für die einfache Handhabung dieser gibt es in miktex den Package Manager, der auch über Winedt gestartet werden kann. Dieser verbindet zu einem package repository, wo normalerweise alle verbreiteten Pakete gefunden werden können. Auch die TU-Wien stellt ein solches repository zur Verfügung. Kurze Beschreibungen zu den Pakete finden sich im package repository oder man googlet einfach nach ausführlicheren Beschreibungen. Es gibt zum Beispiel auch ein Paket für das Setzen von Schaltplänen.
Unter Linux kann man natürlich auch weitere Pakete installieren, jedoch variiert der Modus von Distribution zu Distribution.
Wer Anregungen und Wünsche zu dieser Aktion hat, kann uns mit einer mail an
service@fet.at erreichen.
Für das Zusammenfassen der wichtigsten Eckpunkte zum verwenden von LaTeX unter Linux vielen Dank an Thomas Hartmann.