Die Rache wurde kalt abserviert
Die langsam schon als Klassiker geltende Begegnung brachte nicht die erhoffte Wendung in der Akademischen Meisterschaft. Wie all die Jahre zuvor schied das FTET im ersten Bewerb und bereits zum dritten Mal gegen Torpedo Lainz aus.
Der abschließende Spielstand von 2:5 erinnert zwar an die Vorjahre, sagt aber wenig über die Spielsituation und die Steigerung des FTET aus. Die Aufstellung war ein taktisches 4-4-2 mit Wildi, Andie und Steff in der Verteidigung, Gabor als Vorstopper, die Mittelfeldviererkette mit Sima, Joe, Nino und Vahap, Bajo und Sinan im Sturm. Suedi war dort wo er hingehört. Nach der Begrüßung konnte noch der Platzentscheid gewonnen werden, die Entscheidung mit den sehr lebhaften Wind zu spielen sollte sich aber als Nachteil erweisen.
Torpedo Lainz begann vom Anpfiff weg mit sehr viel Druck, wodurch es auch zu brenzligen Situationen kam, besonders da zu Beginn das Mittelfeld des FTET seinen defensiven Aufgaben nicht nachgekommen ist. Trotzdem benötigte Lainz sehr viel Glück, eigentlich einen leichten Ball und Wind, um in Führung zu gehen. Ein Schuß von außerhalb des Strafraums konnte Suedi zwar abfälschen und wäre wohl auch übers Tor geflogen, wenn ihn der Gegenwind nicht nach unten gedrückt hätte. 0:1. Das Klingeln des Balls im Tor dürfte aber den Kampfgeist einiger Spiele geweckt haben, sodaß das FTET immer mehr in Schwung kam. So vergab Bajo, aufgrund seines lädierten Bierholbeins, die Chance zum Ausgleich nach einer Traumflanke von Joe. Er wurde aber von Sinan revanchiert. Er konnte einen Querpass vorm Sechzehner der Lainzer abfangen und verwandelte mit einem Traumschuß zum Ausgleich. Somit war auch der Halbzeitstand fixiert.
Die zweite Halbzeit begann schon ...schwierig. Durch ein Missverständnis zwischen Suedi und Andie konnte ein Lainzer tief in den Strafraum vordringen und fand zum 1:2. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Eckball für Lainz, die Flanke im Fünfer, Suedi holt sie runter. Beim Absteigen trifft ein Lainzer, welcher zum Kopfball versucht hatte zu kommen, mit seinem Unterarm Suedis Seinen und schlägt ihm somit den Ball von den Händen und kullert ins Tor. Ein klares Foul am Goalie, aber der Schiri dürfte grad an etwas anderes gedacht haben. Das FTET ließ sich jedoch nicht entmutigen. Nach einem langen Pass in den Sechzehner der Lainzer, war Sima früher am Ball als der Tormann. Der Zusammenprall ließ sich ebensowenig vermeiden, wie dass Joe das leere Tor vorfand und eiskalt das Geschenk annahm. 2:3. Es hätte noch besser kommen können, hätten sich die AUgen vom Schiri nicht in den Kurzurlaub verabschiedet. Bajo hatte nach einem Fehlpass der Lainzer die ganze gegnerische Hälfte für sich und ließ selbst den Tormann schon weit vorm Tor aussteigen. Als er jedoch das Runde ins Eckige bringen wollte, konnte dies jedoch von einem Verteidiger per Handfoul verhindert werden. Eigentlich klare Sache. Torraub, Rot, Elfer. Aber der Schiri gönnte nicht mal einen Eckball... Im weiteren Verlauf machte sich der Marathon vom Sonntag bemerkbar, was durch Wechselspieler sicherlich hätte verhindert werden können. Ein weiteres Missverständnis zwischen Andie und Suedi bescherte Lainz einen erneuten zweitore Vorsprung. Suedi proklamierte den Ball für sich, Andie entschied sich jedoch den Ball selbst zu spielen, was zu einem Gestochere im Strafraum und in weiterer Folge zum 2:4 führte. Kurz vor Schluß konnte sich ein Lainzer von Gabor losreißen und fand sehr viel Platz vor, um den 2:5 Endstand zu fixieren.