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r3 - 19 Mar 2007 - 23:52:06 - JohannesCzaklerYou are here: FET >  Homepage  >  FussballTeam > FussballTeam20060612

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Das ETFT staubt ab


Wir besuchen unsere Grazer KollegInnen? anläßlich eines Gastspiels bei ihrem Kleinfeldturniers


Der Tag begann eigentlich viel zu früh. Wir trafen uns auf der FET. Während einige von uns noch dabei waren sich den Schlaf aus den Augen zu reiben, bekamen wir bereits gute Ratschläge von den Mitstreitern des vorherigen Abends, die wir dort antrafen. davon ließen wir uns nicht verunsichern und als der Mannschaftsbus, der uns vom OVE großzügigerweise gesponsert wurde, vorfuhr verabschiedeten wir unsere Kollegen in ihre Betten überzeugt ihnen das Gegenteil zu beweisen. Im Bus setzte allerdings bereits nach kurzer Fahrt ein ebenso gleichmäßiges Schnarchen ein, wie wir es auch den Zurückgelassenen wünschten und das obwohl wir uns als Einstimmung auf die uns erwartende Aufgabe den Letzten Samurai in den DVD-Player unseres Luxus-Busses geschoben hatten, jedoch wurde dieser Film nur von den wenigsten aktiv wahrgenommen und so blieb die Fahrt über den Wechsel unspektakulär und trotzdem zu kurz um das versäumte Schlafpensum aufzuholen.
In Graz stiegen wir direkt am Stadion aus dem Mannschaftsbus, jeder von uns natürlich mit dunkelster Sonnenbrille und dann ging die gesamte Mannschaft kollektiv an die nächsten Bäume pinkeln, um gleich mal das Revier abzustecken. Dafür hatten wir die gesamte Fahrt keinen Zwischenstop gebraucht. Der Trainer war stolz auf seine Mannen. Mannen ist die richtige Formulierung, denn wir haben einfach keine weibliche Mitspielerin mitgenommen, obwohl uns von vornherein bewusst war und mitgeteilt worden war, dass wir ohne mindestens eine Mitspielerin nicht am Turnier teilnehmen dürfen. Hier stellt sich die gravierende Frage nach unserem Sex-Appeal, denn keine Kollegin war bereit mit uns die Reise nach Graz anzutreten um dort einem Ball nachzulaufen und dadurch eine fragwürdige Ehre zu verteidigen. Als wir sie davon überzeugen wollten, wenn schon nicht für diese hehren und zugegebenermaßen nicht allen zugänglichen Zielen dann doch wenigstens uns zuliebe mitzukommen ernteten wir lediglich ein bemitleidendes Lachen.
Also war der erste Schritt nachdem wir Quartier bezogen hatten zu verhandeln ob es nicht vielleicht eine Ausnahmeregelung für uns bemitleidenswerte Kreaturen geben kann. Doch zum Glück hatten auch die Grazer ein Problem, denn ein angemeldetes Team hatte ihre Teilnahme abgesagt und so kam es uns zugute, dass wir ausreichend Spieler mitgenommen hatten um zwei Teams bilden zu können. Als Gegenleistung für unsere Aufspaltung, die vom Trainer vorgenommen wurde, bekamen beide Teams Mitspielerinnen aus den überraschend zahlreichen weiblichen Fans zugewiesen.

ETFT schlittert in ein Debakel


Wien - Das Team Othmar & friends hat am Mittwoch in der 1. Runde der Akademischen Meisterschaften ihre Siegesserie prolongiert und das ETFT mit 7:2 (5:0) nach Hause geschickt. Bereits in der 10. Minute gelang Othmar & friends ein kurioser Treffer zum 1:0. Tief im Mittelfeld erkämpfte sich einer ihrer Spieler den Ball und startete zu einem Sololauf auf das gegnerische Tor. Dabei schaffte er es an einem für die am Rand postierten Pressefotografen posierenden ETFT Spieler vorbeizulaufen und den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie ins Tor zu lupfen. Wer dachte, dass dieser Treffer das Elektrotechnik Fussballteam wachrütteln würde und sie endlich ins Spiel finden würden, der irrte sich. Binnen kurzer Zeit stellten die Routiniers auf 3:0, wobei die Tore in ähnlicher Manier fielen wie das Erste. Als der Trainer des ETFT versuchte seine Spieler darauf aufmerksam zu machen, dass das Spiel bereits im Gange sei, wurde er vom Platz aus rüde beschimpft. Ein Spieler verließ sogar wutentbrannt das Spielfeld um sich direkt vor den Fotografen an der Seitenlinie lasziv in Pose zu werfen.
Sichtlich gezeichnet pfiff der bis dahin unauffällige Schiedsrichter bereits nach 40 Minuten beim Stand von 5:0 zur Halbzeit und bewegte sich vom Mittelkreis, wo er seit Beginn des Spiels gestanden hatte, in seine Kabine um sich mit isotonischen Getränken für die zweite Halbzeit zu stärken. Auf dem Spielfeld kam es inzwischen zu den brisantesten Szenen des Spiels als aufgebrachte Schlachtenbummler, die den weiten Weg von der TU bis in die Nähe des AKH auf sich genommen hatten, die anwesenden Fotografen baten sie anstatt der Spieler zu fotografieren. Dazu skandierten sie unentwegt "Auswärtssieg!, Auswärtssieg!". Es blieb bis zum Schluss ungeklärt, ob überhaupt einer von Ihnen mitbekommen hatte, was sich auf dem Spielfeld zugetragen hatte und wie dieses Spiel ausgegangen war. Auf jeden Fall sorgten sie für eine unglaubliche Stimmung in der vom Abriss bedrohten Sportstätte der Sensengasse, die leider Immobilienspekulanten zum Opfer gefallen ist, aber vielleicht hat dieses Spektakel zu einem Umdenken geführt, denn dieser legendäre Ground im Schatten des AKH muss bestehen bleiben.
Zweite Halbzeit änderte sich das Bild gravierend. Plötzlich spielte nur mehr eine Mannschaft, die des ETFT. Anscheinend hatte der Trainer in der Pause die richtigen Worte gefunden. Einige Umstellungen machten sich positiv bemerkbar und so konnte endlich auch der bis dahin farblose Stürmer des öfteren in Szene gesetzt werden. Nach einigen vernebelten Chancen versenkte er endlich den Ball zum 5:1, wobei aufgrund fehlender Aufzeichnungen nunmehr niemand rekonstruieren kann wie das Spielgerät unter dem Tormann hindurchrutschte. Heftige Proteste von Othmar & friends, wonach der Ball geschmiert sei, fanden beim souveränen Schiedsrichter kein Gehör. Doch als die ETFT-Spieler vom Torjubel zurück kamen stand es auch schon wieder 6:1. Damit war der ursprüngliche Abstand wieder hergestellt und die Aufholjagd begann von vorne. Bis das ETFT endlich wieder einmal traf war einfach schon zuviel Wasser die Donau hinuntergeflossen und so war es nur ein kurzer Hoffnungsschimmer doch noch das Unmögliche wahr zu machen und das massive, abgebrühte Abwehrbollwerk weitere fünf Mal zu knacken. Auch die andauernden Fangesänge die vehement einen Auswärtssieg forderten konnten nicht mehr helfen. Zum Überdruss fiel in der Überspielzeit noch das 7:2, das jedes Aufbäumen sinnlos erscheinen ließ. Der aufgeweckte Schiedsrichter pfiff nach weiteren 40 Minuten pünktlich zum Schluss und schob seine Karten in die Stechuhr.
Bis spät in die Nacht hätten einige Anhänger des ETFT den Auswärtssieg gefeiert, wenn sie nicht von einigen Zivildienern gebeten worden wären die Rettungsauffahrt beim AKH zu räumen. Die Spieler hingegen waren weniger weltfremd und gingen in den nahegelegenen dritte Welt Laden, der zugleich auch Copyshop war kauften ein Bier kopierten es für die gesamte Mannschaft auf Postkartenformat und schrieben sich den Frust von der Seele. Die Postkarten wurden Jahre später im Alpenvereinsbeschwerdepostkasten in Mistelbach gefunden und bilden die Basis dieses Reports, der die Ereignisse von damals zusammenfasst.
20070202_GrazTurnier_seite.jpg

Technische Daten:
Datum:27.04.2005
Ort:Sportplatz Sensengasse
Anpfiff:09:00
Ergebnis:2:7
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