Wir starten ohne Vorbereitung in die Saison
Akademische Meisterschaften sollten auch mit einer akademischen Auseinandersetzung beginnen und so breche ich auch an dieser Stelle eine Lanze für das köpfeln und gegen das sich wie ein Virus verbreitende köpfen, das aus dem deutschsprachigen Raum herüberschwappt. Beim Köpfeln handelt es sich um einen spezifischen schweizerischen und österreichischen Ausdruck für das Spielen eines Balles mit dem Kopf.
[Leerkamp2003] Seite 9. Jetzt hat man einen eigenen Ausdruck für diesen Vorgang und verwendet soll dann wieder das missverständliche Köpfen verwenden. Das entbehrt jeder Vernunft und das auch ohne sich auf fragwürdigen Lokalpatriotismus zu stützen. Unter köpfen finet man im Duden an erster Stelle die Vollstreckung der Todesstrafe durch das Abschlagen des Kopfes. Weiters kann man auch ein Ei köpfen, was dem köpfeln wahrscheinlich am nächsten ist, immerhin stellen viele Bälle nur selten eine echte Kugel dar, sondern viel eher eine Eierwuchtl. Wendet man aber die gleiche Prozedur des Eierköpfens an diese an, so merkt man schon bald den Unterschied zwischen köpfen und köpfeln.
Weitere Kommentare. Wir sagen ja auch Wissenschafter und nicht Wissenschaftler, aber das führt dann zu weit, für alle Interessierten verweise ich auf diese
Adresse.
Das Fussballspiel selbst war auf niedrigem Niveau, die Mannschaften konnten die Nervosität nicht abschütteln, es ging immerhin um den Einzug in den Hauptbewerb. So blieb es bei einem zerfahrenen Spiel, das teilweise sehr körperbetont gespielt wurde. Selbst unser erfahrener Starstürmer konnte seine Nervosität kaum unter Kontrolle halten und setzte in der Anfangsphase einen Ball allein vor dem Tor an der Fünfergrenze steil über das Tor. Das trug nicht gerade dazu bei das Spiel zu beruhigen und so schenkten sich beide Teams weiterhin durch viele Fehlpässe und Missverständnisse die Bälle. Bis kurz vor der Halbzeit ein satter flacher Schuss ins kurze Eck unseren Starstürmer rehabilitierte und uns zuversichtlich in die Pause gehen ließ. In dieser kam dann die Ermahnung das Spiel endlich zu beruhigen und den Vorsprung nach Hause zu spielen. Doch dieses Vorhaben wurde jäh gestoppt, als wir kurz nach der Pause unglücklich den Ausgleich hinnehmen mussten. Unseren Torhüter trifft hier keine Schuld der Querpass wurde durch eine kleine Unebenheit fast unmerklich abgefälscht und war kaum zu halten, auch wenn er nicht sonderlich scharf war. Ein Verteidiger hätte ja auch früher da sein können als der Abstauber. Nichtsestotrotz war jetzt vollkommen die Luft draußen, bis auf ein paar Szenen konnten wir nicht mehr vor das gegenerische Tor. Im Nachhinein muss man für diese Strukturlosigkeit eindeutig den Trainer verantwortlich machen, der die Mannschaft ohne Vorbereitung in dieses wichtige Spiel, ja man möchte fast sagen die Champions League der Wiener Akademiker, führte und dann auch am Platz nicht für die richtige Ordnung sorgen konnte. Es ist anzumerken, dass dies eine Selbstkritik des Trainers ist und keinesfalls von irgendjemand sonst geäußert werden darf. Kritik am Trainer bedeutet weiterhin Bankldrücken. Man bemerke auch hier das wichtige l zwischendrinnen, damit man nicht versucht ist es mit
dem zu verwechseln. Nein es ist weiterhin
das gemeint. Es wird auch ein einzelner Fall bleiben. Das Spiel selbst entwickelte sich weiterhin ohne große Momente. Einmal durften wir aber auch tief durchatmen, als der Schiedsrichter einen Elfer gesehen haben wollte und auch pfiff und der Schütze der Toilettenreinigungsmittel den Ball am Tor vorbeikullern ließ. Ob das jetzt Verdienst unseres tadellosen Torhüters war, der sich eigentlich ins andere Eck verabschiedete, oder ob es einfach das Glück einer tüchtigen aber bis dahin glücklosen Mannschaft war, war noch lange Thema der Spielnachbetrachtungen. Auf jeden Fall gingen wir frohen Mutes in das Elfmeterschießen, da die akademischen Meisterschaften aus Erfahrung auf eine Verlängerung verzichten und die müden Krieger sofort der Entscheidung zuführen. Den ersten Elfmeter trat ein Spieler der Abortphilologen der leider im Netz zappelte, jedoch konnte der Trainer sofort wieder Gleichstand herstellen. Die weiteren Tore fielen fast ausschließlich auf der Seite der WC-Erfrischer, also blieb uns nichts anderes über als anzuerkennen, dass ihr erster Probeelfmeter während dem Spiel anscheinend ausschlaggebend war für die bessere Performance am Schluss. Aber schon kurz nach der knappen Niederlage wurde die Steigerung zum letzten Jahr erwähnt, die tatsächlich vorhanden war und betont nächstes Jahr eine Vorbereitung zu gestalten, die ein Ausscheiden in der Qualifikation unmöglich macht. Wir sind bereits voll dabei und freuen uns bereits auf eine Revanche gegen die
WC Sterne.